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Theodorushaven, Bergen op Zoom · Juni 2026 · Vincent Krijtenburg

Schwimmende Pflanzkörbe sollen den Theodorushaven grüner machen

Schwimmende Pflanzkörbe sollen den Theodorushaven grüner machen

Zwischen den Schiffen und Stahlspundwänden des Theodorushaven schwimmen seit dieser Woche zehn Pflanzkörbe. Es sind die ersten FLOT.-Spundwandbegrünungen in Bergen op Zoom, eine Initiative der örtlichen Unternehmen Dutch Water Tech und MH Poly Consultants & Engineers. Mit dem Pilotprojekt wollen die Initiatoren beweisen, dass selbst ein Industriehafen deutlich grüner und artenreicher werden kann.

Die Konstruktion wirkt einfach: ein schwimmender Pflanzkorb aus Edelstahl und Kork, befestigt an der Spundwand. Laut Mitinitiator Bard Louis von MH Poly steckt aber viel Technik dahinter. „Flot. wurde erdacht, um Spundwände zu begrünen. Das sind diese rostigen braunen Planken, die man am Wasser sieht. Darauf wächst besonders wenig“, erklärt er. Weil die Körbe sich mit dem Wasserstand bewegen, bekommen die Pflanzen ständig genug Wasser. Unter Wasser entsteht außerdem ein Netz aus Wurzeln und Verstecken für Fische.

„Wir wollen sehen, ob unsere Idee robust genug ist, um sie breit einzusetzen.“

Die Wahl des Theodorushaven ist kein Zufall. Der Hafen ist ein Industriegebiet, in dem die Berufsschifffahrt für Wellengang und Strömung sorgt. Gerade diese Bedingungen machen ihn zu einem idealen Teststandort. „Das ist genau ein Ort, an dem Schiffe wenden und wo wir also viel mit Wellen und Strömungen zu tun haben. Wir wollen sehen, ob unsere Idee robust genug ist, um sie breit einzusetzen“, sagt Louis. In der kommenden Zeit wird genau beobachtet, ob die Körbe an ihrem Platz bleiben, Verschleiß zeigen und ob sich die Pflanzen gut entwickeln.

Erfolg in Oudenbosch

Die hohen Erwartungen beruhen auch auf früheren Erfahrungen in Oudenbosch. Dort hängen seit 2024 Dutzende der schwimmenden Module. „Dort ist jetzt alles grün. Die Anwohner sind begeistert, und es zeigt sich, dass die Körbe sehr gut an ihrem Platz bleiben und sehr wenig Wartung brauchen“, erzählt Louis.

Auch Projektleiterin Umwelt Puck Oomen von MH Poly sieht große Chancen für Bergen op Zoom. Ihr zufolge können die Pflanzkörbe als Trittsteine für verschiedene Tierarten dienen. „Sie ziehen Insekten und Schmetterlinge an, und wir haben sogar schon Frösche gesehen. Unter Wasser sehen wir, dass sich Fische, Muscheln und andere Wassertiere ansiedeln. Dadurch verbessern sich Biodiversität und Wasserqualität.“

„Es sind buchstäblich fünf Minuten zu Fuß, um Kunden zu zeigen, was wir tun.“

Für Dutch-Water-Tech-Geschäftsführer Mark den Dubbelden ist es etwas Besonderes, dass das Projekt gerade in seiner eigenen Stadt zu sehen ist. „Es sind buchstäblich fünf Minuten zu Fuß, um Kunden zu zeigen, was wir tun.“ Fast alle Teile der Pflanzkörbe stammen außerdem aus der Region. Örtliche Unternehmen liefern Edelstahl, Kork und Montage, während Mitarbeitende des Sozialunternehmens WVS die Körbe zusammenbauen und mit Wasserpflanzen bestücken. „Die Wege sind superkurz, und die Zusammenarbeit mit der Werkstatt ist uns sehr wichtig“, sagt Den Dubbelden.

Das Pilotprojekt haben die Initiatoren selbst finanziert. Sie hoffen, dass Gemeinden und Wasserverbände künftig in eine weitere Einführung investieren. „Ich hoffe, dass viele Menschen sagen: ‚Hey, das finde ich schön und wichtig.‘ Damit auch andere Gemeinden oder Wasserverbände bald sagen: Ich will auch so einen grünen Hafen oder einen grünen Kanal.“

Text: Vincent Krijtenburg (aus dem Niederländischen übersetzt)

Veröffentlichung (Niederländisch): https://www.zuidwestupdate.nl/nieuws/drijvende-plantenbakken-moeten-theodorushaven-groener-maken/

Fotos dieses Projekts

Schwimmende Pflanzkörbe sollen den Theodorushaven grüner machen, foto 2 van 4
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Beteiligte Partner
Dutch Water TechMH Poly Consultants & Engineers

Quelle: Originalartikel auf flotbv.nl (Niederländisch)